Wimpelwanderung 2016
Von Paderborn nach Sebnitz

Etappe 16 - 15.06.2015

Start:    Störmthal, Sportheim am Störmthaler See
Ziel:      südlich Waldbardau, nach Querung der Schienen
Länge: 24 km

Vom Verkehrschaos in den Märchenwald
Am Dienstag, dem 14.06., treffen wir uns bei Mary und Heinz Lange in Willebadessen und beladen den Bulli für den 2. Wanderblock. Nicht mehr in unserer Runde ist Stefanie Eilebrecht, die wegen wichtiger privater Termine nicht mehr dabei sein kann. Neu dabei ist Maria Glunz von der EGV-Abteilung Asseln, die wir nicht nur privat, sondern von vielen EGV-Veranstaltungen her bereits gut kennen.

Pünktlich um 15.00 Uhr fahren wir ab. Auf der A 44 Richtung Kassel herrscht zunächst normales Verkehrsaufkommen. Kurz vor dem Übergang von der A 44 zur A 7 im Bereich Kassel läuft es auf. In unserer Spur ist nichts zu entdecken. Beim Blick von der Brücke hinunter auf die A 7 wird der Grund für den Stau ersichtlich: drei große Lkw stehen oder liegen kreuz und quer durcheinander, überall Blaulicht von Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswagen. Bald gehen wir auf der Autobahn spazieren, hören Verkehrsnachrichten und versuchen Informationen über das Internet zu bekommen. Aber das bringt uns nicht weiter. Nach deutlich mehr als einer Stunde beginnt der Verkehr wieder zu rollen und wird langsam an der Unfallstelle vorbei geführt.
 
Der Rest der Fahrt über die Autobahn verläuft störungsfrei. Kurz vor dem Ziel wird unser Navi orientierungslos. Die Hoteladresse wollte es nicht annehmen und so müssen wir uns wieder auf uns selbst verlassen. Aber da taucht auch schon mitten im Wald ein Hinweisschild auf „Hotel Margarethenmühle“. Also rechts abbiegen und immer tiefer in den Wald hinein; die Straße wird immer schmaler, immer weiter geht es durch dichten Wald; bis vor uns ein verwunschenes Anwesen auftaucht – so der erste Eindruck, unser Quartier für die kommende Woche, das Waldhotel Margarethenmühle. Direkt dahinter befindet sich ein Kletterfelsen für die Ziegen.

    
    

Romantisch sind die Anlage und die Umgebung, gemütlich die Zimmer, lecker das Essen. Wie sagen wir häufig: „Ach, geht’s uns gut!“
Am Startpunkt zur 16. Etappe geht es uns immer noch gut. Der Störmthaler See zeigt sich wieder in Grau. Aber es ist trocken und die Temperatur ist angenehm zum Wandern – also, auf geht’s!



Von Belgershain an muss ein anderer Wegeverlauf gewählt werden. Ein Anwohner warnt uns, nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage den ursprünglich geplanten Weg zu nehmen.
Dafür kommen wir aber am Pfad der Lieder vorbei und fühlen uns gleich aufgefordert, zumal Ferdi seine Ukulele dabei hat.
    

In der Mittagszeit treffen wir in Otterwisch auf dem Parkplatz vor der Gemeindeverwaltung zufällig den Bürgermeister. Er lädt uns ein, dort die Mittagsrast zu machen und erzählt uns interessante Einzelheiten zur Geschichte und zur aktuellen Situation der Gemeinde. Auf seine Empfehlung hin probieren wir auch den Otterwischer Käse.

Otterwischer Schimmelkäse
Unsere Pausengestaltung wird immer komfortabler. Jetzt haben wir sogar Bänke auf dem Wagen, so dass wir uns keine mehr vom Friedhof leihen oder auf andere Sitzmöglichkeiten ausweichen müssen.

    

Gleichzeitig machen wir enorme technische Fortschritte. Bisher hatten wir einen zufällig gefundenen Holzknüppel als Stütze unter der Rollstuhlrampe. Diesen ersetzt jetzt eine durchdachte Metallkonstruktion mit Halteöse für den Wimpel.


Schade, dass es nicht dunkel ist, denn sogar zwei Kerzenleuchter stehen auf dem provisorischen Tisch. Der aufkommende Wind kann sie auch nicht ausblasen, denn sie sind batteriebetrieben.


Nachgeholtes Candle Light zu einem früheren Dinner (vgl. Etappe 14)
 

Mit Regen während der letzten Stunde endet die heutige Etappe nach der Überquerung der Bahnlinie in Waldbardau.


Im Nachbarort Großbardau werden wir anschließend vom Ortsbürgermeister Matthias Franz empfangen und am alten Feuerwehrhaus zu einem kleinen Imbiss vom Grill eingeladen. Auch die Leipziger Zeitung ist aus diesem Anlass vor Ort.

   
Matthias Franz und die Wimpelgruppe                           hier mit Pressevertreter der Leipziger Zeitung
 
 
   
                                Brücke am Feuerwehrhaus Großbardau                              Imbiss am Feuerwehrhaus in Großbardau